Bereits im Standard erfüllte das System 99 Prozent unserer Anforderungen. Jürgen Dommer, Assistent der Geschäftsführung
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Volles Rohr: ERP-System vereinfacht Abläufe bei Spezialisten für Schweißtechnik

Die WIDOS W. Dommer Söhne GmbH zählt zu den weltweit richtungweisenden Spezialisten für Kunststoffschweißtechnik - Ein Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung im Anlagenbau und zielgerichteter enger Zusammenarbeit mit führenden Rohr- und Formteilherstellern. Auch intern legt das Ditzinger Unternehmen Wert auf Spitzentechnologie: Ende 1996 löste das PPS-/ERP-System P2 von der AP Automation + Productivity AG mit Sitz in Karlsruhe eine veraltete Nixdorf/Comet-Lösung ab, die den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Seitdem hat die WIDOS GmbH mit P2 alle Geschäftsprozesse fest im Griff: Von Auftragseingang bis Versand ersetzt flexible Arbeitserleichterung eine ehedem starre Datenhaltung. Alle Abläufe sind übersichtlich und transparent geworden, Mitarbeiter greifen auf relevante Daten schnell und einfach zu. Neue, und schnell verfügbare Informationen bilden außerdem eine überprüfbare Basis für Management-Entscheidungen.

Dass er den Grundstein zu einem international führenden Spezialisten für Kunststoffschweißtechnik legen würde, hätte sich Wilhelm Dommer im Juni 1946, als er seine Firma gründete, sicherlich nicht träumen lassen. Was als Ein-Mann-Unternehmen begann, wuchs zu einem mittlerweile rund 100 Mitarbeiter zählenden Unternehmen für den Bau von Serien- und Sonderschweißmaschinen heran. Mit Tochtergesellschaften in vielen europäischen Ländern und Werksvertretungen oder qualifizierten Handelspartnern in allen Erdteilen ist die WIDOS GmbH binnen 50 Jahren zu einem echten Global Player herangereift.

Holger Moser hat sein Lager mit P2 bestens unter Kontrolle Übersichtliche und leicht zu erfassende Masken erleichtern die Arbeit mit P2 Keine Qual mit der Lieferantenwahl hat Jürgen Schöpfer dank P2
Holger Moser hat sein Lager mit P2 bestens unter Kontrolle Übersichtliche und leicht zu erfassende Masken erleichtern die Arbeit mit P2 Keine Qual mit der Lieferantenwahl hat Jürgen Schöpfer dank P2


Mit den unterschiedlichen manuell zu bedienenden oder CNC gesteuerten Schweißmaschinen lassen sich Kunststoffrohre zwischen 20 und 1800 Millimeter Außendurchmesser bearbeiten. Die Palette der Serienprodukte, mit denen WIDOS einen Großteil des Umsatzes erzielt, reicht vom mobilen Baustellengerät für den Rohrleitungsbau über stationäre Anlagen zum Schweißen von Rohren, Formteilen oder Sonderstücken bis hin zu Maschinen für das Hochtemperaturschweißen in Reinstraumtechnologie. Weitere wichtige Umsatzträger sind Variantenprodukte, die speziell für das Schweißen großer Rohre konzipiert werden und Entwicklungen reiner Sondermaschinen im Kundenauftrag. "Verbunden mit unserer Entwicklungs- und Lösungskompetenz sehen wir für unsere Qualitätsprodukte große Wachstumschancen, insbesondere in der Reinstraumtechnologie", meint Jürgen Dommer, Assistent der Geschäftsführung. Beispielsweise wären für Lebensmittel- und Chemische Industrie oder auch bei der Chip-Herstellung enorm hohe Auflagen zu erfüllen: "Rohre, die in diesen Branchen eingesetzt werden, müssen strengsten Reinheitsvorschriften genügen oder extremen Belastungen wie hohen Temperaturen oder unterschiedlichsten Chemikalien standhalten", erläutert Dommer. "Entsprechend hochwertig müssen die Schweißnähte und damit die Qualität der Schweißgeräte sein, Rückstände oder mangelhafte Schweißnähte dürfen bei der Verschweißung von Rohrteilen nicht entstehen". Herausforderungen, denen das Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung sowie durch ständige Mitarbeit in nationalen und internationalen Normenausschüssen wie DVS, DIN oder ISO begegnet. "So bieten wir unseren Kunden nicht nur stets den neuesten Stand der Technik, sondern in Verbindung mit unserer Innovationskraft auch Technologieführerschaft", berichtet Jürgen Dommer. Doch die Kunden aus den genannten Industriezweigen oder auch Hoch-/Tiefbau und der Installateurbranche fordern noch mehr: Kurze Lieferzeiten und zuverlässiger Service sind weitere Erfolgsfaktoren im Geschäft. Die internen Abläufe sind bei WIDOS deshalb darauf ausgerichtet, Standardprodukte sofort ab Lager liefern zu können; Sondermaschinen erhält der Kunde in der Regel vier Wochen nach Auftragserteilung. Damit diese Anforderungen reibungslos erfüllt werden können, arbeitet im Hintergrund ein leistungsfähiges und flexibles PPS-/ERP-System: P2 von der AP Automation + Productivity AG.

Zeit für Veränderungen
Vor P2 leistete seit 1986 eine Nixdorf Quadro 45-Anlage mit Warenwirtschafts-, Finanz- und Anlagenbuchhaltungs-Software von Comet treue Dienste. An den Zentralrechner waren mehrere "dumme" Terminals angeschlossen, über welche die Ein- und Ausgabe von Daten erfolgte. Während viele Unternehmen kurz vor der Jahrtausendwende ihre Systeme aktualisierten, um den Datumssprung ins nächste Jahrtausend sicher zu bewältigen, führten bei WIDOS 1996 viel gegenständlichere Probleme zur Ablösung des Altsystems: "Natürlich war die Nixdorf-Anlage Mitte der 90er auch technologisch veraltet", erinnert sich Jürgen Dommer, aber das allein sei nicht ausschlaggebend gewesen. "Dem System ging buchstäblich die Puste aus. Die Kapazitätsgrenze war praktisch überschritten, denn vor jeder Neueingabe von Daten mußten ältere Informationen gelöscht werden. Bei Hardware-Ausfällen erhielten wir, wenn überhaupt, nur gebrauchte Ersatzteile". Hinzu kam, daß ein externer Berater die Anlage betreute, so daß proportional zum Ärger die Kosten für die Instandhaltung des Altsystems eskalierten. "Und weil wir sowieso dabei waren, unsere Arbeitsplätze mit PC auszustatten, stellte sich für uns die Frage, ob wir die Nixdorf ersetzen sollten, nicht wirklich", zwinkert Dommer.

Die Lösung
Im März 1996 schauten sich Jürgen Dommer und der Leiter der Elektronik-Entwicklung bei WIDOS, Rainer Bahr, auf der CeBIT erstmals nach einem geeigneten PPS-System um. Ihre Anforderungen waren klar definiert: "Ein schlankes System sollte es sein, übersichtlich, transparent und leicht zu handhaben. Wichtig war uns natürlich auch, ein Standard-System auf neuestem Stand der Technik zu erwerben, das unter Windows läuft, damit unsere Anwender ohne große Einarbeitung mit dem System umgehen können", denkt Dommer zurück. Natürlich legte WIDOS auch auf Ausbau- und Anpassungsfähigkeit des künftigen Systems an die anwenderspezifischen Bedürfnisse wert.

Nach einer ersten Vorauswahl verblieben fünf PPS-Lieferanten in der engeren Wahl; alle erhielten die Gelegenheit, ihre Produkte in Ditzingen-Heimerdingen zu präsentieren. "Da trennte sich schnell die Spreu vom Weizen", erläutert Jürgen Dommer, "beim einen oder anderen System handelte es sich nämlich nur um DOS-Anwendungen mit aufgesetzter Windows-Oberfläche". Die Präsentation von P2 durch die AP AG sei gleichbedeutend mit einer Vorentscheidung gewesen: "P2 hat uns auf Anhieb begeistert. Bereits im Standard erfüllte das System 99 Prozent unserer Anforderungen. Das machte P2 buchstäblich Preis-Wert", freut sich der Assistent der Geschäftsführung.

Ausschlaggebendes Argument für P2 war unter Anderem seine vollständige Integration in die Microsoft Office und BackOffice Produktpalette. Damit war eine reibungslose und anwenderfreundliche Datenübergabe an andere Anwendungen gesichert. Außerdem versprach die Windows-orientierte Oberfläche eine schnelle Einarbeitung der Mitarbeiter. Darüber hinaus beeindruckten die konzeptionellen Möglichkeiten in P2: Die Windows-konformen Eingabemasken sind leicht selbst zu ändern oder auch völlig neu zu erstellen. Selbst kompliziertere Anpassungen können mit der objektorientierten Entwicklungsumgebung ToolBook selbst programmiert werden. Viel leichter als andere Systeme ließ sich P2 deshalb sehr flexibel an WIDOS-spezifische Anforderungen anpassen.

Einführung des Systems

Im September 1996 fiel die Entscheidung zu Gunsten der Karlsruher AP AG, bereits im Oktober begann Jürgen Dommer mit den Vorbereitungen für die Umstellung auf das neue System. Die P2-Module Einkauf, Materialwirtschaft und Vertrieb sollten eingeführt und insgesamt 32 PC -Arbeitsplätze, davon 16 P2 Anwender, eingerichtet werden - mit der Einführung des neuen PPS-/ERP-Systems erneuerte WIDOS auch seine IT-Struktur. Ein Windows NT-Netzwerk wurde eingeführt, in dem zwischenzeitlich ein 500er Pentium Rechner als P2-Server dient, um die P2-Clients zu beliefern. "In enger Zusammenarbeit mit AP gingen wir verzugslos und energisch zur Sache", berichtet Dommer, "von Lagerhaltung/Disposition über Einkauf bis hin zu Vertrieb/Auftragsabwicklung haben wir Hardware und alle P2-Module bis Ende November 1996 eingeführt, also in acht Wochen". 3000 Adress- und 5500 Artikelstammdaten mußten hierfür aus dem alten in das neue System übernommen werden. "Das haben wir zu 80 Prozent in Eigenleistung geschafft, wobei uns die AP AG jederzeit beratend zur Seite stand", erklärt Jürgen Dommer, "Auch die Anpassung der Dokumentenvorlagen haben wir selbst vorgenommen".

Anfang Dezember wurde der erste Echt-Test gefahren, um potentielle Probleme zu erkennen und auszuräumen: "In dieser Phase überraschte uns die Lagerdisposition. Als wir Bestellvorschläge im Lager kontrollierten stellten wir fest, dass bestimmte Artikel unter Mindestbestandsgrenze vom System nicht vorgeschlagen wurden. Aber AP hat das Problem im Schulterschluß mit uns behoben. Im Januar 1997 starteten wir dann in den Echtbetrieb des Systems", weiß Jürgen Dommer zu berichten. Dabei zahlte es sich für WIDOS aus, den Umstellungsprozeß der Hard- und Software von Anbeginn für alle Mitarbeiter transparent gestaltet zu haben: P2 fand breite Akzeptanz. Der Schulungsbedarf für das vollwertige Windows-System war extrem gering, die Benutzer freundeten sich schnell mit der fast intuitiv zu bedienenden Oberfläche an. "Heutzutage kaum nachvollziehbar fiel es dem einen oder anderen lediglich schwer, sich an die Maus zu gewöhnen," schmunzelt Dommer.

Die Einweisungen führte der Assistent der Geschäftsleitung selbst durch, nachdem er und der Leiter der Elektronik-Entwicklungsabteilung von AP geschult worden waren. "So haben wir unsere Kosten auf minimalem Niveau gehalten", kommentiert Dommer. Saubere Organisation und transparente Durchsetzung sorgten dafür, daß beim Spezialisten für Kunststoffschweißtechnik Stillstandzeiten entfielen und alle Mitarbeiter hochmotiviert waren, die mit PC und Farbbildschirm aufgewerteten Arbeitsplätze zu nutzen.

Seit 1997 hat WIDOS P2 bei Bedarf aktualisiert und aufgerüstet. "Wir sind froh, all unsere Eigenleistung und individuellen Erweiterungen blitzsauber dokumentiert zu haben", erwähnt Jürgen Dommer dabei, "deshalb konnten wir unsere Anpassungen schnell und leicht in die höhere Version übernehmen. Daher können wir die Freiheit, die einem das PPS-/ERP-System von AP läßt, ohne Reue zu unserem Vorteil nutzen". Ende 1999 tauschte die WIDOS GmbH ihre P2-Adimens-Datenbank gegen Microsofts SQL Server 7.0 aus. Nachdem die Umstellung inklusive der Übernahme aller Daten binnen zwei Tagen erledigt war, schätzt Jürgen Dommer die verbesserte Performance und vereinfachte Administration des neuen Datenbanksystems. P2 im Tagesgeschäft

In der Auftragsbearbeitung Inland erstellt Heike Eckhardt Kostenvoranschläge mit P2. Sobald diese vom Kunden bestätigt sind, wird es nach ihrer Aussage "richtig flott": Jetzt kann sie die ungefähr 30 Positionen aus dem Kostenvoranschlag einfach in die Auftragsbestätigung übernehmen. "Das erfolgt über die Kopierfunktion, eventuelle Änderungen gebe ich natürlich manuell ein", schildert sie. Eine abgewandelte Version der Auftragsbestätigung wird automatisch als Lagerauftrag erstellt und ans Lager weitergeleitet. "Früher mussten alle Dokumente einzeln erstellt werden, das war aufwendig und zeitraubend", erzählt sie weiter. Doch das neue PPS-/ERP-System erleichtert ihre Arbeit noch mehr: "Seriennummerpflichtige Artikel erhalten in P2 über einen Kenner und den Nummernkreislauf im System automatisch eine Zahl zugeteilt - früher wurde dagegen manuell eine fortlaufende Liste geführt".

Holger Moser, für die Disposition verantwortlich, überblickt das Lager mit P2 schneller und leichter: "Führe ich einen Lagerdispolauf durch, so erhalte ich die Verbrauchsdaten der Artikel schnell und genau", erklärt er. Waren früher Lagerbewegungen nicht nachvollziehbar, weil sie nur fortlaufend in das System eingegeben werden konnten, so gehört dies jetzt zum täglich Brot bei WIDOS: "Verbrauchsstatistiken wie Lagerbewegungen ausgewählter Artikel über definierte Zeiträume bieten uns eine solide Informationsbasis und optimieren die Disposition", freut sich Moser. Er legt auch die Bestellvorschlaglisten an, welche Jürgen Schöpfer vom Einkauf erhält. "Den passendsten Lieferanten kann ich mir jetzt schnell aus dem übersichtlichen Artikellieferantenstamm nach Kriterien wie Preis oder Liefertreue aussuchen", begeistert er sich, "mit dem alten System war das nicht möglich, da mußte ich mich von Datensatz zu Datensatz kämpfen und solche Informationen selbst ermitteln", meint er weiter. Doch mit P2 wurde die Arbeit nicht nur vereinfacht, sondern auch sicherer: "Im Altsystem konnte ich nach dem Wareneingang eine Buchung abschließen, selbst wenn die Liefermenge von der Bestellung abwich", erläutert er, "Im Zweifel stimmten die Bestände nicht mehr, schlimmstenfalls sogar mit Konsequenzen für die Fertigung. In P2 dagegen kann eine Buchung bei Unterlieferung nicht abgeschlossen werden, bei Überlieferung wird der Bestand automatisch aktualisiert - super", meint er weiter.

Und in Zukunft?
"Gerade für Betreuung und Pflege des Altsystems", stellt Geschäftsführer Dieter Dommer fest, "explodierten unsere Kosten. Mit 180.000 Mark für die Implementation von P2 inklusive Hardware, Software und aller Dienstleistungen sind wir dagegen sauber im Budget geblieben". Auch ansonsten habe P2 die hohen Erwartungen erfüllt: "Abgesehen von der funktionellen Leistungsfähigkeit taugt uns P2 so gut, daß wir keinen hauptamtlichen Systembetreuer benötigen", führt er aus. Jürgen Dommer pflichtet bei: "P2 lässt sich flexibel an unser Unternehmen anpassen, neue Funktionen programmieren wir binnen zwei, drei Tagen selbst, und bei Fragen steht uns die AP-Hotline kurzfristig zur Seite". Langfristig kann sich WIDOS im Ersatzteilwesen den Einsatz des Internet Shop von P2 vorstellen, um einen neuen Vertriebsweg zu öffnen.


Letzte Änderung: 03.03.2000 © Copyright by AP Automation + Productivity AG
 

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