Die Einführung verlief absolut reibungslos und mit den zwei gemeinsam realisierten Sonderanpassungen hat die AP AG unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich gestärkt. Peter Andrä,  Geschäftsleitung bei Riedl
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Mobility für Monteure

Die Hans Riedl Aufzugbau GmbH & Co. KG ist eines von wenigen Unternehmen in der Branche, das Aufzüge mitsamt Türen und Steuerungen selbst fertigt und diese von eigenen Monteuren einbauen und warten lässt. Für einen transparenten Auftragsdurchlauf bei dem Unternehmen mit Sitz in Feldkirchen bei München sorgt die ERP-Lösung der Karlsruher AP AG, die eine IT-Insellösung mit teilweise bis zu dreifacher Dateneingabe abgelöst hat. Der Clou dabei ist die auf Basis der Microsoft .NET-Technologie realisierte direkte Anbindung der Servicemonteure via PDA an das ERP-System.

Aufzugmontage Produktion
Riedl Aufzugbau ist eines von wenigen Unternehmen in der Branche, das Aufzugkomplettpakete anbietet. Hohe Qualitätsstandards und kundenspezifische Anlagen sowohl für die Industrie als auch für Privatkunden sind die Stärken von Riedl.


Aufzüge sind gern gesehene Lastesel im täglichen industriellen und privaten Einsatz. Riedl Aufzugbau gehört zu den größeren mittelständischen Anbietern und erwirtschaftete mit seinen 119 Mitarbeitern im Jahr 2001 10,7 Millionen Euro. Anlässlich des Jahrtausendwechsels entschied sich die dritte Inhabergeneration des Unternehmens 1998 zur Runderneuerung der IT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt stand dabei ein neues ERP-System. Die bisherigen zwei Systemwelten bestehend aus einer Siemens/Nixdorf-Umgebung und PCs mit insgesamt drei verschiedenen Betriebssystemen wurde weder den sehr unterschiedlichen Auftragsdurchläufen der drei Geschäftsbereiche gerecht, noch waren sie Jahr 2000- oder Euro-fähig. Riedl Aufzugbau fertigt jährlich knapp 200 zumeist kundenspezifische Aufzüge sowie gut 2500 Aufzugstüren. Ein wahres Massengeschäft ist dagegen der dritte Bereich Wartung und Reparatur.

Dreifache Dateneingabe und Zettelwirtschaft
Die vorhandene IT-Insellösung führte dazu, dass etwa bei einem Auftrag für eine Aufzugstür die Daten dreifach eingegeben werden mussten: für die Rechnung in das Nixdorf-System, für die Auftragsverwaltung in Access und für den Service in eine DOS-Lösung. Ein Datenaustausch zwischen den Systemen war nicht möglich. "Zudem lohnte sich der Aufwand für weitere Anpassungen der selbst entwickelten Access- und DOS-Lösungen nicht mehr", erinnert sich Christoph Lochmüller von der Geschäftsleitung. "Auch stiegen die Wartungskosten der Nixdorf-Umgebung ins Unermessliche."

Das größte Problem stellte die Zettelwirtschaft im Bereich Wartung und Reparatur dar. Die hauseigenen Servicemonteure wickeln pro Jahr 18000 Servicevorgänge ab. Daraus resultierten 15000 Rechnungen und Vorgangsformulare mit jeweils drei Durchschlägen, die per Post zwischen Riedl, den Kunden sowie den Monteuren kursierten.

Anlageninfo Auftraguebersicht
Statt ausufernder Zettelwirtschaft arbeiten die hauseigenen Servicemonteure von Riedl Aufzugbau mit PDAs, die direkt an das neue ERP-System angebunden sind.


Auswahl und Einführung
Das neue ERP-System sollte daher alle Unternehmensbereiche in einer einzigen Anwendung abbilden. Wichtig war eine hohe Flexibilität, da Riedl in der Baubranche ständig auf verschobene Liefertermine oder Sonderwünsche Rücksicht nehmen muss. Zugleich waren betriebswirtschaftliche Auswertungen und eine nahtlose Office- sowie Internetintegration gefragt. Bei einer Lebensdauer der Aufzüge von in der Regel mehr als zwanzig Jahren und den damit verbundenen Servicevorgängen war darüber hinaus der Aufbau und die Nutzung von historischen Kundendaten entscheidend.

Riedl Aufzugbau entschied sich für das ERP-System der Karslruher AP AG. "Diese Entscheidung haben wir bis heute nicht bereut", freut sich Peter Andrä aus der Geschäftsleitung und gemeinsam mit Christoph Lochmüller projektverantwortlich bei Riedl. "Die Einführung verlief absolut reibungslos und mit den zwei gemeinsam realisierten Sonderanpassungen hat die AP AG unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich gestärkt."

PDA-Anbindung
Der Clou besteht in der Anbindung der hauseigenen Servicemonteure per PDA an das ERP-System. Bisher erhielten diese per Post den Auftrag oder holten sie sich regelmäßig bei Riedl ab. Vor Ort ausgefüllt und vom Kunden gegengezeichnet gingen die Vorgangsformulare dann per Post an Riedl zurück. Daraus eine aktuelle Übersicht zu gewinnen war bei jährlich 18000 Vorgängen nahezu unmöglich.

Jetzt erhalten die Monteure eine SMS auf ihr Handy, sobald ein neuer Serviceauftrag oder eine Terminverschiebung feststeht. Sie können dann über ihr Handy und einen PDA per VPN-Verbindung auf die ERP-Daten direkt zugreifen und alle relevanten Daten abgleichen. Hierfür wurde von der Cobixx AG eine gespiegelte Datenbank eingerichtet, die laufend mit der Original-Datenbank des ERP-Systems abgeglichen wird.

Am Ende eines Servicetermins gibt der Monteur dann seine Daten - Zeitaufwand, Kilometer und Artikel - sofort in den PDA ein und initiiert einen Datenabgleich mit der Cobixx-Datenbank. Diese leitet die Daten dann automatisch an das ERP-System weiter, das gegebenenfalls Workflows zur Information von Anwendern und Kunden auslöst. "Technisch basiert die Anwendung vollständig auf der Microsoft .NET-Technologie", betont Stefan Derle, Projektleiter und Vorstand der Cobixx AG.


Letzte Änderung: 20.09.2004 © Copyright by AP Automation + Productivity AG
 

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