Seit 2001 steht mit P2plus eine moderne extended ERP-Lösung auf Basis der Microsoft .NET-Plattform bereit, die unsere gewachsenen Anforderungen erfüllt und uns die Fortsetzung der bisher sehr guten Zusammenarbeit mit der AP AG ermöglicht. Thomas Wilms, verantwortlich für die IT und das Controlling der Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG
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Next-Generation ERP

Die Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG mit Firmensitz in München entwickelt Leittechnik für Automatisierungsaufgaben im Energieversorgungsbereich. Die sehr umfangreichen Anlagen entstehen in komplexen, über mehrere Standorte verteilten Wertschöpfungsprozessen mit teilweise sehr langen Projektlaufzeiten. Die Abbildung in dem hauseigenen ERP-System erfolgte über zehn Jahre mit drei dezentralen Datenbanken in einem mehrstufigen Replikationsprozess. Inzwischen greifen sämtliche Mitarbeiter via Browser und VPN auf das zentrale ERP-System in der Münchner Firmenzentrale zu. Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG hat auf die neue .NET-basierende extended ERP-Produktgeneration der AP AG migriert und mit P2plus viele Abläufe vereinfacht und beschleunigt.

Die Energieversorgungs-Lösungen der Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG sorgen beispielsweise dafür, dass die Turbinendrehzahl in Wasserkraftwerken aus einer entfernten Leitwarte permanent überwacht und im Störungsfall automatisch reduziert wird. Zu den Kunden des Unternehmens mit seinen deutschlandweit über 200 Mitarbeitern gehört neben e-on und RWE auch die Deutsche Bahn mit ihrem Streckennetz. Für kundennahen Service unterhält Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG fünf Standorte in Deutschland, die als drei Profitcenter geführt werden.


Leittechnik

Thomas Wilms
Feldleitgeräte von Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG ermöglichen die Messung, den Schutz und die Steuerung des Stromflusses in Umspannwerken Thomas Wilms: Mitarbeiter an deutschlandweit fünf Stand-orten greifen per Browser und sicherer Internetverbindung auf die zentralen P2plus-Server in München zu. Diese Datenzentralisierung minimiert den Wartungsaufwand und ermöglicht das standortübergreifende Arbeiten.


Die komplexen Projekte und Wertschöpfungsprozesse erfordern einen standortübergreifenden Daten- und Informationsaustausch sowie dessen Abbildung im hauseigenen ERP-System. Ein Angebot für ein Projekt im Wert von mehreren Hunderttausend bis Millionen Euro umfasst in der Regel gut 1000 unterschiedliche Positionen und Leistungskomponenten, regelt Dienstleistungen über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren, füllt mehrere Ordner mit Papier und muss sich vor allem flexibel gemäß den Anforderungen des Auftraggebers gliedern lassen. "Die Arbeit mit der hohen Artikelzahl über diese langen Projektzeiträume erfordert einen enormen Abbildungsaufwand", betont Thomas Wilms, verantwortlich für die IT und das Controlling der Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG. "Dies in der Vergangenheit über drei dezentrale Datenbanken bei sich mit der Zeit ändernden Preisen und Artikeln abzubilden, war eine echte Herkulesaufgabe." Jede Nacht replizierte Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG Informationen wie Stammstücklisten, Preislisten und Umrechnungskurse, Kundenadressen und Artikelstammdaten in einem mehrstufigen und mehrstündigen Verfahren. Auftragsdaten, die jeden Tag an mehreren Standorten benötigt und bearbeitet wurden, erforderten einen permanenten, aufwändigen Datenexport und -import. Die dezentrale Datenhaltung erschwerte parallel ein übergreifendes Projektcontrolling.


Alaska Pipeline

Petra Geissl
Mit Hilfe der Produkte von Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG lässt sich auch der Ölfluss von Pipelines über große Entfernungen überwachen und steuern. Petra Geissl: Die zentrale Datenhaltung mit P2plus bedeutet für den Einkauf standortübergreifende, umfassende und immer aktuelle Informationen.


Daten zentralisieren
Der neue Standort Dortmund zeigte schließlich die Grenzen des über lange Jahre eingesetzten Client-Server-Systems der 2-Tier-Generation auf. Die stetig wachsende Mitarbeiter- und Anwenderzahl in Dortmund konnte auf Dauer nicht noch zusätzlich auf die Datenbank in München zugreifen. Zugleich wäre die Replikation mit vier Standorten inklusive einer weiteren Datenbankinstallation in Dortmund nicht realisierbar gewesen. Die Entscheidung, das über viele Jahre bewährte System abzulösen, fiel den Verantwortlichen bei Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG jedoch leicht. "Wir hatten das große Glück, dass der Anbieter unserer bisherigen Lösung sehr frühzeitig mit der Entwicklung einer vollständig neuen Produktgeneration begann und uns damit eine sehr gute Perspektive bot", erklärt Thomas Wilms. "Seit 2001 steht mit P2plus eine moderne extended ERP-Lösung auf Basis der Microsoft .NET-Plattform bereit, die unsere gewachsenen Anforderungen erfüllt und uns die Fortsetzung der bisher sehr guten Zusammenarbeit mit der AP AG ermöglicht."

Die Hauptanforderung bestand darin, die ERP-Daten in einer Installation in München mit Zugriffsmöglichkeit für alle fünf Profitcenter zu zentralisieren. Die nächtliche Replikation und die aufwändigen täglichen Datenimports und -exports sollten ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Hier wurde gleich ein großer Vorteil der neuen Produktgeneration der Karlsruher AP AG deutlich: P2plus erfordert auf den Clients ausschließlich einen Browser für die Nutzung der kompletten ERP-Funktionalität. Weitere Installationen sind auf den Clients nicht erforderlich. Die komplette Administration und Wartung erfolgt zentral über die Server. Die Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG betreibt bereits seit Jahren ein leistungsfähiges VPN, über das alle Standorte zusammenarbeiten. Dieses VPN nutzen nun auch die ERP-Clients, ohne dass weitere Investitionen erforderlich wurden.

Großen Nutzen ziehen die IT-Verantwortlichen von Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG auch aus der nahtlosen Microsoft Office-Anbindung in P2plus. Durch die direkte Integration von Word, Outlook und Excel in P2plus konnten viele Abläufe beschleunigt, papierloser und transparenter gestaltet werden. Weiterer Vorteil: Eine höhere Datenqualität aufgrund neuer und erweiterter P2plus-Funktionen wie dem Modul für die Projektverwaltung. Viele zusätzliche Funktionen, die Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG über die Jahre selbst entwickelt und zu den Features der Vorgängerlösung ergänzt hat, sind in P2plus bereits vorhanden und durchgängig in die .NET-basierte Systemstruktur integriert.

Migration und Mandantenkonzept
Das Hauptaugenmerk im Migrationsprozess lag auf der Datenübernahme aus allen bisherigen Standorten und der Abbildung eines komplexen Mandantenkonzepts. Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG wird als eine steuerrechtliche Firma betrachtet, die aus weitgehend eigenständig agierenden Profitcentern besteht, die als virtuelle Mandanten fungieren. Die Zugriffsrechte der Anwender in den Proficentern mussten bei einem zentralisierten ERP-System, gerade im Hinblick auf die großen Projektumfänge und Projektzeiten, hohen Sicherheitsansprüchen genügen. Für einige Geschäftsprozesse wie beispielsweise den Einkauf war ein Mitarbeiter in einem Center stellvertretend für alle anderen Standorte zuständig und war daher mit "Master-Rechten" in Hinblick auf Datenveränderungen ausgestattet. Andere Mitarbeiter aus anderen Standorten durften diese Daten nur lesen, aber nicht modifizieren oder sollten keinen Zugriff erhalten.

Auch bei der Stammdatenpflege musste sehr genau definiert werden, wer diese mit welcher Priorität ändern darf. Zugleich sollte die Geschäftsleitung jeder Zeit aussagekräftige Analysen erstellen können, die auch die drei mandantenspezifischen sowie ein mandantenneutrales Lager umfassen. "P2plus zeigte sich bei der Mandantenverwaltung äußerst flexibel", verdeutlicht Thomas Wilms. "Durch Einstellungen an den verschiedenen Serverschichten, dem Datenbank-, Web- und Applikationsserver konnten wir alle unsere Anforderungen umsetzen."


OLSP Tunnel

Wasserkraftwerk
Diese Steuerungsanlage dient der Überwachung von Bahntunneln. Rettungskräfte können die Stromversorgung in Tunnelanlagen direkt vor Ort unterbrechen und umgehend erste Hilfe leisten. Überwachung der Turbinendrehzahl in Wasserkraftwerken aus einer entfernten Leitwarte: Im Störungsfall wird diese automatisch reduziert oder komplett runtergefahren.


"Alte" Prozesse, neue Lösung
Nach zehnjähriger Erfahrung mit der Vorgängerlösung und sehr vielen, teilweise größeren selbst durchgeführten Anpassungen verfügten die Mitarbeiter von Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG über eine sehr gute Kenntnis des Systems. "Unser Know-how war sicherlich sehr hilfreich, aber wir mussten uns trotzdem erst einmal in die neuen Technologien von P2plus einarbeiten", verdeutlicht Martin Ascher aus der IT-Abteilung von Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG. "Während P2 eine klassische Client-Server-Lösung der 2-Tier-Generation war, setzt P2plus auf einer n-Tier-Applikationsstruktur und eröffnet damit ganz andere Möglichkeiten. Das System ist keine Weiter-, sondern eine vollständige Neuentwicklung auf Basis der .NET-Plattform und moderner Internettechnologien wie XML und Web Services."

Im Migrationsprozess sollten ursprünglich sämtliche der in den vergangenen zehn Jahren realisierten Anpassungen in das neue ERP-System übernommen werden. Probleme bereitete deren teilweise unvollständige Dokumentation aus den ersten Jahren, in denen die ein oder andere Funktion auf Zuruf entwickelt wurde. Auch hatten sich die Arbeitsabläufe immer wieder verändert, so dass einige Anpassungen kaum noch nachvollziehbar oder inzwischen überflüssig waren. Die Projektverantwortlichen ergriffen die Chance und definierten einige Prozesse neu, um sie einfacher und effizienter zu gestalten. Dabei nutzten sie die große Flexibilität von P2plus in Form der mitgelieferten leistungsstarken Entwicklungsumgebung sowie dem offenen Source Code. Insgesamt konnten 75 Prozent der Anpassungen in der neuen Lösung abgebildet werden.

Datenübernahme
Zuerst wurden alle Bewegungsdaten der verschiedenen Standorte in einer zentralen Datenbank in München zusammengeführt. Diese wurde in mehreren Schritten auf die neueste Version von P2plus migriert. Der abschließende Schritt bestand darin, das Mandantenkonzept umzusetzen und die Datenbank in eine für Stammdaten und eine für Bewegungsdaten zu splitten. Die Datenübernahme funktionierte weitgehend problemlos. Dateninkonsistenzen konnten in einer Testphase mit geringem Aufwand direkt an der Datenbank berichtigt werden. "Hier hatten wir sicherlich einige Probleme, aber die waren mehr oder weniger absehbar", erklärt Thomas Wilms. "Einige Vorgänge werden in P2plus mit anderen Algorithmen bearbeitet, und das System zeichnet sich zudem durch eine deutlich genauere Plausibilitätsprüfung aus." Das bedeutete für die Mitarbeiter anfangs einen mühsamen Mehraufwand, da viele Eingabefelder, die bisher für einzelne Prozesse nicht relevant erschienen, jetzt ausgefüllt werden mussten. Aber der Aufwand lohnt sich: Die Datenqualität ist deutlich höher, und versäumte Eingaben werden nicht erst drei Vorgänge oder Abteilungen später bemerkt. Ein schneller Gewöhnungseffekt trat auch bei der Browser-Nutzung ein. Obwohl die Mitarbeiter zuerst einige ihrer gewohnten Buttons und Masken vermissten, konnten sie sehr schnell mit der übersichtlichen neuen Benutzeroberfläche arbeiten.

Fazit und Ausblick
Der Browser-Einsatz verdeutlicht den erheblichen Nutzen der Migration: Sämtliche ERP-Daten liegen jetzt zentral auf Servern in München. Alle Mitarbeiter der fünf Profitcenter im Innen- und Außendienst greifen per Browser und VPN auf stets aktuelle Daten zu. Die breitere und tiefere Funktionalität der extended ERP-Module für CRM, Projektcontrolling oder das Managementinformationssystem haben dabei viele Abläufe vereinfacht und beschleunigt. "Wir haben jetzt mandantenübergreifend Zugriff auf aktuelle Daten", freut sich Petra Geissl aus dem Einkauf. "Mit wenigen Mausklicks kann ich die verschiedenen Lagerbestände abrufen oder die Artikellieferantenstämme aller Profitcenter einsehen." Neben der erweiterten Funktionalität profitiert Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG von dem durchgängigen Einsatz von XML und Web Services in P2plus. Diese erleichtern die Anbindung von Fremdsystemen wie der SAP-Lösung der Muttergesellschaft in Wien und ermöglichen die nahtlose Integration eines externen Bestellwesens in P2plus über Web Services.


Letzte Änderung: 14.05.2004 © Copyright by AP Automation + Productivity AG
 

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